Robin Hood trifft Siegfried von Xanten WAZ vom 13.07.2014

2014 Der mittelalterliche Jahrmarkt war Abschluss des einwöchigen NRZ-Ferienprogrammes. Die Kinder präsentierten zum Abschluss ein interessantes Theaterstück im Haus der Generationen.

Einen schönen Abschluss erlebten die Mädchen und Jungen am Ende der Woche beim NRZ-Ferienprogramm. Fünf Tage hatten Rheinberger Kinder, überwiegend aus finanziell schwächer gestellten Familien auf Einladung von NRZ unter Mitwirkung des Diakonischen Werkes des Kirchenkreises Moers und des Caritasverbandes Moers-Xanten an einem tollen Programm gebastelt. Das endete am Samstag in einem mittelalterlichen Jahrmarkt. Ein „witziges & winziges Programm“ war versprochen worden.

 Beim „lebendigen Puppentheater“ wurde das deutlich. Da ging es rund, zwar nicht ganz authentisch, doch um so lebhafter. Eigentlich war es die Geschichte von Robin Hood und des Sheriffs von Nottingham. Wenn schon Mittelalter, dann sollte auch Siegfried von Xanten im Kampf mitspielen. Bernard Beauguitte, Katharina Pausch und NRZ-Mitarbeiter und Krimi-Autor Erwin Kohl hatten das Drehbuch geschrieben. Der konnte sich das Schmunzeln manchmal nicht verkneifen, wenn mal wieder was schief lief.

Tolle Aufführung

Das aber macht den besonderen Reiz aus. So erlebten Eltern und Großeltern eine tolle Aufführung. Für die quirlige Truppe war im Haus der Generationen eine außergewöhnliche Bühne aufgebaut. Mit Birgit Kraemer hatten die Kinder eine mittelalterliche Landschaft samt Burg und den Konterfeis von Siegfried und Robin Hood gemalt und aufgebaut. Dahinter verbarg sich ein hoher Gang. Denn einige der Darsteller waren lebendige Marionetten, wurden an Schnüren geführt. Was zu manch tatsächlicher Verwicklung führte, wenn sich die Schnüre im Übereifer verbanden.

Gerade hatte der Sheriff seinem Helfer, dem Drachen, täglich ein Schaf als Mahlzeit versprochen, da fiel die Schatzkiste. Die goldenen Taler, in dem Fall leckere Bonbons, purzelten herum. Großes Gelächter, waren die doch für die Zuschauer am Ende des Stücks vorgesehen. Doch kein Problem: Alle Schauspieler sammelten die Taler wieder ein, weiter ging’s. Dass des Sheriffs Schwert im Kampf knickte, der Drache es ordentlich auf den Pappkopf bekam, war zusätzliche Anekdoten.

Alle Hände voll zu tun

Kimberly (8) war der Drache. „Hat Spaß gemacht. Lustig war, dass mir der Schatz hinfiel.“ Fand auch Elias (7), der Sheriff. Angelina (9) war die Wahrsagerin. „Etwas Lampenfieber hatte ich schon.“ Wie auch Arda (9), der Robin Hood. „Ich hatte Angst, dass was schief läuft.“ Die Kostüme hatten Eva Ritt, Anne Hobert und Carmen Morawski eine Woche lang unermüdlich geschneidert. „Sogar die Kinder wollten nähen“, erinnerte sich Anne Hobert. Die Kostüme bekamen die Kinder am Sonntag als Erinnerung nach dem evangelischen Erlebnisgottesdienst. Besonders schick waren die drei Erzählerinnen Selina, Vanessa und Dana, die noch ein tolles Becherspiel, musikalisch begleitet von Manuel Kutz, hinlegten. Passend zum mittelalterlichen Jahrmarkt gab es Schleiertänze nach Musik aus dem Mittelalter, getrommelt wurde gemeinsam, Zauberei gab es, das gemeinsame Lied vom Bieber und das von den Rittersleut. Und noch eine Polonaise, bevor es zum Grill ging.

NRZ-Fotograf Marc Albers hatte alle Hände voll zu tun. Jeder wollte die Fotos in tollen Kostümen gleich mit nach Hause nehmen. Zum siebten Mal, so Bauguitte, fand das NRZ-Ferienprogramm für Daheimgebliebene statt. „Der Stärkere muss sich für den Schwächeren einsetzen – das ist Auftrag und Verpflichtung auch der Redakteure der NRZ“, erläuterte Carmen Friemond, Leiterin der NRZ-Lokalredaktion. So entstand die Mitmachaktion für Kinder aus Familien, die sich einen Urlaub nicht leisten können. Bernard Bauguitte war am Ende jedenfalls wieder begeistert. „Alle Kinder durften mit ihren Eltern wieder etwas Tolles erleben.“

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