Rheinberger Haus der Generationen ist ein Ort für Freundschaften NRZ vom 23.03.2014

Mitglieder-des-Herren-und-Frauenchores-kltE-656x240-DERWESTENHatten gute Laune beim Tag der offenen Tür im Haus der Generationen Rheinberg: Die „Harmonie“-Sänger Manfred Flack, Elisabeth Machill, Heinrich Kohl und Angelika Kohl.
Foto: Lukas Hübinger

 

Am Samstag öffnete die Begegnungsstätte Haus der Generationen ihre Türen für alle Besucher aus Rheinberg und von außerhalb.

Man stelle sich einen Ort vor, an dem jeder willkommen ist und an dem sowohl Jugendliche wie auch Senioren, Mütter und ihre Kinder ein- und ausgehen, ein Ort, an dem man ein offenes Ohr für neue Projekte und Ideen findet, wo man seine Freunde trifft und neue Freundschaften schließt. Ein solcher Ort ist das „Haus der Generationen“ am Annaberg.

Am Samstag öffnete die Begegnungsstätte ihre Türen für alle Besucher aus Rheinberg und von außerhalb. Die Gäste konnten den Tag mit einem gemütlichen und reichhaltigen Frühstück beginnen und sich zu den Klängen des Männer- und Frauenchores „Harmonie“ entspannen. Neben Klassikern wie „O Happy Day“ und „Kriminaltango“ spielte die Gruppe auch das Seemannslied „Santiano“, nachdem auch eine bekannte Band benannt ist.
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Der Tag der offenen Tür diente auch als Informationsveranstaltung. Das „Haus der Generationen“ bietet ein großes Spektrum an Treffs und Veranstaltungen an. Die verschiedenen Institutionen stellten sich an diesem Tag vor. „Wir haben hier Altersgruppierungen von 4 Monaten bis 96 Jahren“, berichtete die Hausleiterin Anke Sczesny.

Das „Café Böhnchen“, das jeden Sonntag von 14 bis 17 Uhr im „Haus der Generationen“ öffnet, versorgte die Besucher mit dem Frühstücksbuffet, einem Mittagssnack und am Nachmittag mit selbst gebackenem Kuchen und Kaffee. Wer es lieber deftig mochte, der freute sich sicherlich über das Fleisch vom Grill.

Unter dem Oberbegriff „Begegnung“ bietet das „Haus der Generationen“ noch viele weitere Café-Formate an, darunter zum Beispiel das Demenzcafé „Café Augenblick“ für demenziell erkrankte Menschen und deren Angehörige. Die Jugend wird in der Begegnungsstätte vom CVJM, dem „Christlichen Verein Junger Menschen“, verkörpert. Einmal die Woche treffen sich die Jugendlichen zum gemeinsamen Billardspielen, Kickern oder einfach nur zum Beisammensein. „Es ist ein Ort, wo jeder hinkommen kann, wo man andere Jugendliche trifft und sich mit ihnen entspannt“, erzählte Leon Sänger, der zusammen mit Tanja „Tatti“ Reckers den Jugendtreff leitet. Um auch Menschen und besonders Jugendliche mit Behinderung zu integrieren, veranstaltet der CVJM einmal im Monat eine Disko. „Das ist sehr gut angenommen worden“, sagte Anke Sczesny.

Bewegung und Sport kommt im „Haus der Generationen“ ebenfalls nicht zu kurz. Konzepte wie „Fit im Alter“ ermöglichen Senioren ein moderates, aber gezieltes Fitnesstraining in geselliger Runde, das die Muskulatur stärkt und die Mobilität erhält.

Die Heilpraktikerin Petra Hetzel hielt an diesem Tag mehrere Vorträge über die Behandlung mit Bachblütenextrakten. „Man kann diese Tropfen in allen Bereichen einsetzen. Sie helfen bei Übelkeit, Schlafstörungen und sogar bei Prüfungsangst“ erklärte Tochter Laura Hetzel. Insgesamt gibt es 38 verschiedene Blütensorten, die sich beliebig untereinander kombinieren lassen und mit Wasser verdünnt eingenommen werden. „Klar, wenn man nicht daran glaubt, dann hilft es nicht“, sagte Laura Hetzel.
Luftballonverkauf für Gewinnspiel

Einen Raum weiter, neben dem „Eine-Welt-Kiosk“, an dem fair gehandelte Produkte wie Tee angeboten wurden, verkauften Mark Lankers und Louis Sänger Luftballons für ein Gewinnspiel. „Wir verlosen die Preise unter den Menschen, deren Ballone gefunden werden“, so Mark Lankers. Der Hauptpreis für Familien war zum Beispiel eine Dauerkarte für den Freizeitpark „Irrland“.

Zum Ausklang des Abends führte die Theater- und Zauberschule „Rasanti“ des CVJM ein Theaterstück vor, bei dem acht Jugendliche mit Behinderung mitspielten. Ein Besuch im „Haus der Generationen“ lohnte sich an diesem Tag für jeden Bürger, egal welchen Alters, Geschlecht und körperlicher Verfassung.

Lukas Hübinger

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