Hier ist jeder willkommen WAZ vom 31.03.2014

Offene-Tuer-Haus-der-Generationen-0-656x240Das Haus der Generationen in Rheinberg freut sich über regen Zulauf. Auch beim Tag der offenen Tür.

Beim Tag der offenen Tür machte das Haus der Generationen seinem Namen als Begegnungsstätte für jung und alt alle Ehre. Informationsmöglichkeiten, Schnupperstunden für die rund 35 Angebote oder unterschiedlichste Spielmöglichkeiten für Kinder lockten zahlreiche Menschen in das Haus an der Groten Gert. „Wir stellen immer wieder fest, dass wir die Menschen mit unserer Vielfältigkeit in Gesprächen einfach überfordern“, erklärte Hausleiterin Anke Sczesny. Mit ihrem Team wollte sie an diesem Tag einen Überblick in lockerer Atmosphäre bieten.

Das Besondere ist die Offenheit für jeden, gleich welchen Alters oder Religion. „Jeder kann zu uns kommen, ganz egal ob er eine Selbsthilfegruppe, einen Nähkurs oder einen Kindertreff anbieten möchte. Wir stellen die nötigen Räume zur Verfügung“, verspricht Anke Sczesny. Und das, solange es sich nicht um kommerzielle Angebote handelt, auch noch kostenlos.

Seit 2011 gibt es die Einrichtung, der Zulauf wächst stetig. Waren es vor drei Jahren noch maximal 350 Menschen in der Woche, die hier den geselligen Austausch suchten, sind es heute im selben Zeitraum manchmal über 1000, um die sich die 80 ehrenamtlichen Helfer kümmern. „Ich habe hier gelernt, wie wertvoll und erfolgreich Partizipation sein kann“, sagt Pfarrer Udo Otten, der sich besonders darüber freut, dass die den Angeboten zugrunde liegende Initiative aus der Bevölkerung kommt und nichts vorgegeben werden muss.

Das zunehmende Interesse sorgt für eine weitere Ausdehnung der Angebote. Im ehemaligen Abstellraum wurde ein Atelier eingerichtet, eine zweite Seniorenturngruppe ist längst eingerichtet und im Café Böhnchen wird künftig an jedem Mittwoch ein Mittagessen zum Preis von 2,50 Euro angeboten.

Viele Ideen, wenig Zeit

„Wir haben viele Ideen, es ist auch viel notwendig, aber uns fehlt einfach die Zeit“, klagt Udo Otten. Er wünscht sich mehr finanzielle Unterstützung von der Stadt, um die gering bemessene Arbeitszeit von Anke Sczesny auszudehnen. Immerhin, so Otten, nimmt das Haus der Generationen der Stadt eine Menge Sozialarbeit ab.

Eine andere Möglichkeit sind kommerzielle Angebote, wie das der Heilpraktikerin Petra Hetzel. Sie informierte die Besucher über Vorträge und Kurse im Haus der Generationen. Neu im Angebot hat die Duisburgerin den Kurs „Entspannung nur für Männer“ – und das aus gutem Grund: „Männer haben oft Probleme damit, in eine Frauengruppe zu gehen.“ Für 5,50 Euro am Abend wird Mann locker. Ebenso locker sind die Rahmenbedingungen der Kurse. Verträge oder Abos gibt es nicht, die Gebühr wird einfach am Abend bar bezahlt, frei nach dem Motto: Wer kommt, der kommt. Wie zum Frühlingssingen mit Siegfried Bendt beim Tag der offenen Tür.

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