Eine-Welt-Laden mit eigenem Quartier RP vom 12.04.2014

2796327437Renate Flack und Brunhild Hoffmann verkaufen fair gehandelte Produkte im Rheinberger „Haus der Generationen“.

Der Eine-Welt-Laden der Evangelischen Kirchengemeinde Rheinberg hat jetzt einen eigenen Raum im „Haus der Generationen“ an der Grote Gert 50. Renate Flack (65) ist begeistert, dass sie und ihre neue ehrenamtliche Kollegin Brunhild Hoffmann jede Menge Platz haben, um all die tollen Sachen aus aller Welt präsentieren zu können. „Vorher hatten wir einen Stand im Café Böhnchen, da war weniger Platz“, sagt Renate Flack. Nun räumen die beiden Mitarbeiterinnen regelmäßig mehrere Regale mit neuer Ware ein. Auch einen schönen Verkaufstisch gibt es nun, der reichlich Platz für die Produkte zum Beispiel aus Thailand, Peru oder der Dominikanischen Republik bietet.

Renate Flack und Brunhild Hoffmann bieten zu neuen Öffnungszeiten die fair gehandelten Produkte aus aller Welt an. „Wir haben die Öffnungszeiten den Veranstaltungen im Haus der Generationen angepasst. Wenn unter anderem die Krabbelgruppe da ist oder das Demenzcafé offen hat, ist die Kundenfrequenz stärker“, sagt Flack. Wer will, kann Kaffee aus Mexiko, Tee aus Sri Lanka, Kakao aus Bolivien, Textilien aus Indien oder Kunsthandwerk aus Bangladesh kaufen. Derzeit gibt es sogar österliches Kunsthandwerk unter anderem aus Thailand. „Die Menschen, die an der Produktion beteiligt sind, werden fair bezahlt, egal ob Feld- oder Fabrikarbeiter“, unterstreicht Hoffmann.

Dafür sorgen auch die Vertreiberfirmen, wie GEPA oder El Puente. „Die fahren häufig zu den Kooperativen direkt an der Basis, schauen nach den Arbeitsbedingungen und schlagen vor, welche Produkte sich in Europa gut verkaufen lassen“, sagt die frühere Gemeindesekretärin Renate Flack, die schon seit 1993 mit Herz und Seele dabei ist. „Ich möchte das gerne auch noch weitermachen.“ Denn die 65-Jährige hat Spaß daran, mit den Menschen zu reden, die zum Einkaufen kommen. „Natürlich berate ich und kläre sie über den fairen Handel auf. Und manchmal wird einfach nur geklönt.“ Demnächst gibt es auch Aktionen. „Dann backen wir beispielsweise Plätzchen aus Quinuamehl, das aus Südamerika kommt“, verrät Flack fröhlich und ist schon gespannt, wie das ankommt.

Seit drei Monaten ist Brunhild Hoffmann an Bord. Die 66-Jährige ist ebenso mit voller Begeisterung dabei. „Ich finde es toll, dass es solche Eine-Welt-Läden gibt, die den fairen Handel unterstützen“, meint sie. Insbesondere in den heutigen Zeiten gebe es noch zu viele Menschen, die in Entwicklungsländern leben und ausgebeutet werden. Auch Kinderarbeit sei dort leider noch an der Tagesordnung. Um so wichtiger sei der faire Handel. „Ich identifiziere mich hiermit“, erzählt Hoffmann begeistert.

Dass aber auch viel Arbeit hinter einem Eine-Welt-Laden steckt, wissen die Wenigsten. „Wir machen auch die Inventur und die Buchhaltung“, sagt Brunhild Hoffmann. Doch selbst daran haben die beiden ehrenamtlich engagierten Frauen Spaß, die beide verheiratet sind und jeweils zwei erwachsene Kinder haben. Die Einnahmen gehen übrigens an eine Schule die christliche Mahabaschule in Kairo.

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