124 Geschenke für bedürftige Kinder eingepackt WAZ vom 18.12.2013

Weihnachtswunschbaumaktion-Rheinberg-0-656x240 Jetzt kann das Christkind kommen: Die Wunschbaumaktion in Rheinberg ist beendet, freiwillige Helfer haben den Geschenken mit Papier und Glitzerschleifen den letzten Schliff gegeben.

Für manches Rheinberger Kind geht der Weihnachtswunsch schon heimlich in Erfüllung. Vor allem für die Kinder aus Familien mit schmalem Geldbeutel, wie sie Bernard Bauguitte, einer der Initiatoren der Rheinberger Weihnachtswunschbaumaktion bezeichnet. Unter der Last zahlreicher Geschenke bogen sich jetzt die Tische im Haus der Generationen. 124 Kinder hatten ihre Wunschzettel an den Baum bei der AOK gehängt, großzügige Menschen hatten die Zettel abgeholt und die Wünsche erfüllt.

Ganz anrührende Wünsche waren darunter. „Einen Zoobesuch für alle“ hat ein Kind auf einen Zettel geschrieben – für Mutter, Vater und die beiden Geschwister. „Eine Winterjacke Größe 140 für Mädchen“ wünscht sich die achtjährige Jihan. Übrigens nicht die einzige Winterjacke, die auf dem Geschenketisch lag. Maik (5) hat von Lego-Tierfiguren geträumt, die eineinhalbjährige Zivorad braucht eine Laufhilfe. Es waren übrigens nicht nur Einzelpersonen, die die Wunschzettel abgeholt und die Wünsche erfüllt haben. „Die Lindenschule Budberg macht seit Jahren mit“, so Bauguitte. „Alleine 19 Geschenke sponsorten die Kinder.“ Eine Moerser Firma gab eine größere Summe, davon konnten andere Geschenke bezahlt werden.

Jetzt musste alles verpackt werden. Theo van Marwyk, einer der vielen Freiwilligen, der die mit anderen die Geschenke mit bunten Geschenkpapier reif für den Tannenbaum machte, hatte den Gabentisch drappiert. Marion Eze war die Küchenfee. Wer kam, um Geschenke zu holen, fand Kaffee, Kakao, Kuchen und Plätzchen auf gedeckten Tischen. Damit auch ein netter Plausch zustande kam, wenn Mutter oder Vater die Päckchen abholten. Wie von Yassuine Yalmizian. Die Christin musste in den syrischen Bürgerkriegswirren um ihr Leben und das ihrer Familie bangen. Seit acht Monaten lebt sie mit Mann und Sohn in Rheinberg, sie und Sohn Ninos (2) haben ihr Bleiberecht bekommen, ihr Mann wartet noch darauf. Ninos wird jetzt ein Geschenk unter dem Baum haben. Das größte Geschenk für die Familie aber ist dies: Zum ersten Mal in Deutschland wird Yassuine Weihnachten mit ihren Eltern verbringen, die seit Jahren in Bochum leben.

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